Wenn es bergauf doch irgendwie leichter ist…

Vergangenes Wochenende ging es für mich zum 2. Saisonrennen zur Tour de Energie nach Göttingen. Dort übernahm ich den Startplatz von Lukas, der leider immer noch mit seinem Infekt zu kämpfen hatte. Um den Zeitplan etwas zu entspannen und die Ummeldung schon am Vorabend des Rennens erledigt zu haben, hatte ich mich entshclossen, das Wochenende direkt für einen Kurztrip mit meiner Freundin Lisa zu nutzen um bereits Samstags anzureisen. So konnte ich auch gleich als Vorbelastung eine Streckenbesichtigung durchführen, was sich während des Rennens als sehr wertvoll erweisen sollte. Hoch motiviert ging es also für mich am Sonntagmorgen auf die 45Km Runde.

An meiner Seite hatte ich mit Wolfgang einen langjährigen Göttingen- Veteranen. Um 10:25 Uhr ging es für uns zuerst einmal neutralisiert auf die Strecke. Hier merkte ich noch einmal, dass mit den anderthalb Jahren Rennpause und dem 11- Mannrennen in Düren, es doch erstmal wieder eine kurze Eingewöhnungphase brauchte um sich in einem so großen Fahrerfeld zurecht zu finden. Daher war es auch nicht verwunderlich, als ich mich bei der offiziellen Rennfreigabe am Rosdorfer Kreisel am Ende des Startblocks wiederfand. Also erstmal wieder nach vorne fahren! Zu meinem Glück ging es bald mit dem Anstieg nach Bördel gleichmäßig mit 3-4% bergauf und ich konnte mich recht gut wieder zu Wolfgang ins vordere Drittel des Feldes vorarbeiten. Der Vorgang dauerte jedoch einige Zeit was dem schmalen Feldweg geschuldet war. Durch meine Erfahrungen aus der Streckenbesichtigung des Vortags und dem Wissen, dass ich bergab gewisse Gewichtsnachteile habe, fuhr ich kurz vor der ersten Kuppe an die Spitze des Feldesund konnte so an dritter Stelle in die kurze Abfahrt gehen. Wie zu erwarten verlor ich hier meine gute Position wieder und musste trotz allem am Fuß des hohen Hagens wieder Meter auf den vorderen Teil des Feldes gutmachen musste. Dies gelang mir auch auf dem bis zu 10% steilen Abschnitt sehr gut, wobei ich unter anderem an Wolfgang wieder vorbeifahren und auch andere Bekannte wie Pascal Hanhart (Moskovskaya Cycling Crew) und kurz vorm Gipfel Rocco Schulz ( Haberich Cycling Crew) hinter mir lassen konnte. So wurde ich auch in der Bergwertung 25., was für mich ein großes Erfolgserlebnis war. Damit war allerding sauch der Rennabschnitt der mir persönlich am meisten lag absolviert. In dem ersten technischen Teil der Abfahrt konnte ich das Hinterrad der Gruppe um Rocco leide rnicht halten und ging so alleine auf die lange flache Abfahrt, was für mich als Nicht-Tempobolzer doch eine Herausforderung war. Als mich Pascal Hanhart kurz darauf in einer Fünfergruppe und mit gefühlt 10Km/h Geschwindigkeitsüberschuss überholte, konnte ich auch hier nicht schnell genug das Tempo aufnehmen um mit der Gruppe mitzugehen. So musste ich weiter alleine im Wind kämpfen bis mich das 2. Feld, in das auch Wolfgang wiederhinein fahren konnte, einholte. So fuhren wir zusammen die verbleibenden 15km Richtung Göttingen. Die Gruppe funktionierte gutund am Ende wurde nochmal einmal um die verbliebenen Plätze gesprintet. So stand am Ende für mich ein 60. Platz in der Gesamtwertung und ein 17. Platz in der Altersklasse der Männer zu buche. Damit erfüllte ich zwar mein persönliches Ziel einer TOP 100 – Platzierung voll, aber in Hinblick auf die zwischenzeitlich deutlich bessere Position im Rennen war ich doch ein bisschen enttäuscht. Aber mit ein paar Tagen Abstand kann ich mit der guten Platzierung in der Bergwertung ein positives Fazit ziehenund weiß an welchen Schrauben ich weiter drehen muss um meine Form weiter zu verbessern. Als nächstes steht für mich mit dem Circuit Cycling Nürburgring am 11.5. direkt ein weiteres GCC-Rennen vor der Tür, das mir mit noch einmal mehr Höhenmetern hoffentlich noch etwas besser liegen wird.

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