Rad am Ring 2014

Was war das bloß für ein langes Wochenende!? Sonst kann es ja nicht lang genug sein und schon ist wieder Montag – „ab zur Maloche^^“! Und manchmal könnte es etwas schneller verstreichen.
Tolle Eindrücke, Momente, Spannung, Atmosphäre, Gänsehaut, Freud und Leid, größte Campingplatz den wir je gesehen haben, Drama, schlaflos, kopfdröhnen, Magen-Darm Beschwerden, Hitzeschlacht, das Alles und noch viel mehr!, – ist und war nun Rad am Ring 2014! Vorab ein Kompliment an die sehr professionelle Organisation im HELP Bereich + Mikatiming, die Rennleitung und unseren immer gern gesehenen Holger Kremers, deren Wochenende wohl noch länger als unseres war!

Freitag Nachmittag kamen wir angereist mit Mann/Frau + Gepäck, hier auch nochmals GANZ großen DANK an die Firma Prinz aus Solingen für das stellen des Transporters!!!!!! Dies machte die logistische Sache um ein vielfaches einfacher und kostengünstiger. 10 Leute packten an und unsere Bleibe für die nächsten 3 Tage entstand in windeseile.
Wolfgang und Lukas starteten als erstes im 25Km Rennen um danach nahtlos sich in das 8er Team über 24h einzufügen. Es war auch die richtige Entscheidung der Zwei sich von der 75Km Distanz auf die 25Km umzubuchen. Dustin und Lukas waren die einzigen Zwei die noch keine Streckenkenntnis und Ringerfahrung besaßen. Die holte sich zumindest Lukas vorab für den 8er im 25 Km Rennen als sogesehene Lernrunde. Diese wollte Wolfgang und Lukas natürlich nicht ganz so locker angehen. Vom Startschuss Lukas in der Führung, Wolf hinten dran. Auf der Grandprix Strecke sorgte er für Dampf auf der Pedale bis ein früher Sturz eines Fahrers des zuvor gestarteten Rennens einen Stau verursachte. Alles stand und ein durchkommen war sehr schwierig. Hier hieß es ganz wach zu sein und die Lücke zu finden, die jedoch nicht da war :-(. 3 Fahrer fanden rechts einen Ausweg und fuhren davon, nun war auch bei uns eine Lücke frei geworden und die Jagd ging auf die glücklichen Ausreißer los (vergebens)! Ohne die Streckenkenntnis war der Zug aufs Podium der Gesamtwertung früh entschieden. Weiter Druck auf dem Pedal die Kurven scharf am nehmen und im Anstieg kontinuierlich bewußt den Schmerz aussetzen sammelten wir unzählbare Fahrer/innen ein die den Strecken 75Km und 150Km gehörten. Die Sonne spielte etwas zu gut mit und ein Sauna-feeling herrschte auf dem Asphaltband. Das erste Mal für Heute wurde die hohe Acht erklommen und als Solo Vierter der Holzplatz trotzdem gefeiert (Rundenzeit 43:52 Min), knapp eine Min hinter Lukas kam Wolfgang ebenfalls als Solist als 5. Gesamt ins Ziel. Die Freude war groß über den gelungenen Start da Wolfgang eine Silbermedaille als 2. in seiner Altersklasse gewann und auf die Bühne durfte. Lukas wurde als 3. in seiner Altersklasse geehrt. Mit Metall um den Hals ging es in unser Fahrerlager – die Sektkorken knallten nicht!!! So konnte es weitergehen. Parallel zum 25Km Rennen lief schon das 24 h Rennen! Christian unser bester Fahrer am Berg hatte sich eine Woche in den Dolomiten vorbereitet. Die erste Runde (organisatorisch verkürzt) mit einer 42:15 Min Runde ganz stark!, trieb das Team in der Gesamtwertung vorne an. Dustin nun als 2. Bergfahrer (unser Rohdiamant/19 Jahre) im Rennen mit einer nächsten tollen Rundenzeit von 47::02 Min , den Transponder übergaben wir in einer Trinkflasche verstaut an der Rennstrecke vor unserer Parzelle. So war ein flüssiger Übergang zum folgenden Fahrer garantiert. Nun kam unser Mann aus Stahl Rocco. Eher für seinen Punch und Sprint gefürchtet legte er eine 43:12 Min hin – diese katapulltierte uns auf den 2. Gesamtplatz. Trouble gabs an anderer Stelle! Unser Achter Fahrer (Notlösung) kam einfach nicht, also standen wir zu siebt im 8er noch mehr unter Druck wenn man den Kräfteverschleiss vergleicht. Aber wir wären nicht Rotze wenn wir nicht Rotze wären… oder so ähnlich! Sven unser Fotograf wurde Sonntag morgens als achter Mann ins Team integriert und trug seinen Teil zu unserem Erfolg bei! Micha und Tapani mit Rundenzeiten um die 50 Min hielten sich tapfer trotz makelloser Roubaix Statur und Gewicht! Dabei war es wohl vom Profil her das schlechteste Rennen was man sich als Einstieg nach langer Verletzungspause (Michael) oder als Renneinstieg in die Saison (Tapani) vorstellen konnte. Danach waren auch wieder Lukas und Wolfgang mit dabei und legten unter 50 Min ordentlich nach. Sodass lange Zeit der 2. Gesamtplatz gefestigt war. Die Nacht zu Sonntag brach ein und das Surren blieb. Teils durch Übermüdung fand man keinen Schlaf, von der Sonne Kopfschmerzen, zu wenig getrunken? – Fehlanzeige! Alle vorbildlich kontinuierlich auf Minerale, Flüssigkeit und Nahrung geachtet. Hier auch an dieser Stelle ein besonderes Lob an Sandra,Sigi und Sven die für uns neben grillen, kochen, massieren, auf Räder aufpassen, uns weckten, die Übergabe Zeitpunkte im Blick hielten, uns motivierten und (Sven) noch selber fuhren!!! Die Nacht brachte Bewegung ins Spiel wir verloren Gesamtplatz 2. da das Team (Trispeed Green’n fit) mit deutlich besseren Bergfahrern ernst machte. Der Verschleiß wuchs und die ersten Krämpfe bei Tapani liessen die Rundenzeiten nicht mehr ganz konstant bleiben. Mit jeder Runde schwanden bei Dustin ebenfalls die Kräfte und die Rundenzeiten verlängerten sich. Rocco haute in der Nacht nochmal gehörig eine 46 Min Zeit raus! Lukas und Micha von Sven durchgeknetet stabilisierten sich wieder. Der Zug auf Platz 2 war abgefahren. 9 Min Vorsprung vor dem 4. platzierten Team. Ein ruhiges Polster? Der Tag brach an und mit ihm in die letzten 8 Stunden.
Hier sollte es nochmal richtig böse zugehen. Der Vorsprung schmolz, das TDC Team gab nochmal alles!!! Als wir den Zwischenstand sahen war Nervosität im Spiel. 1 Min 27 Rückstand!!! Wir auf dem 4. Platz der über 16 Stunden so gefestigt schien. Nur noch drei Fahrer von uns die das Ruder rumreisen können. Grund war eine tolle 46 Min Zeit des gegnerischen Fahrers im Vergleich zu den schwindenden Kräften unserer nicht Bergfahrer plus Dustin der einer ist jedoch mit dieser langen Belastung nicht zurecht kam (53 Min/Runde). Das hatten wir so nicht kalkuliert – war aber auch kein echter Ausreißer!!! Familienversammlung stand an: Lukas als erster, 2. nochmals Rocco für Wolfgang der auch K.o. war und unsere Waffe Christian.
Unruhe beim Übergabepunkt. Die Zeit wurde unendlich beim schauen auf den Ausgangspunkt der Kurve, wo man auf Tapani wartete. Mit Krämpfen noch unter 52 Min, Teufelskerl den Transponder übergeben! Keine Zeit für Krafteinteilung, sondern gezielt dauerhafter Schmerz mit der Gefahr des Einbruchs! Mit seiner letzten Runde schaffte Lukas auch seine beste Rundenzeit von 48:08 Min alle am Übergabepunkt sprangen auf als recht früh Lukas auftauchte. Die Konkurrenz schlief nicht und verlor knapp unter eine Minute. Rocco drückte nochmals alles was er hatte in die Pedale und gab an Christian ab! Letzte und entscheidende Runde. 7 Sekunden Rückstand für uns!!!!!!!! Jubel und gleichzeitig bangen bei allen. Der beste am Berg unterwegs und der Konkurrenz geht es die Kraft ebenso aus wie uns. Mit einer glatten 48 Min Runde besiegelte Christian unseren 3. Gesamtplatz und 3. Platz in der Altersklassenwertung! Zum Schluss hatten wir ca. 3 Min Vorsprung auf den 4. Platz. Es war denkbar knapp und natürlich auch bitter für das Team TDC. Aus dem Wochenende hatten wir das Optimim rausgeholt was in unserem Rahmen möglich war. Ein toller Erfolg an den wir uns noch lange erinnern werden! Das Team wurde nochmals näher zusammengeschweißt.

Zusatz: Auf der Strecke hat JEDER seine Wehwehchen, von Team Rotz Racing geht der volle Genesungswunsch an den Fahrer, der vom Rad fiel (Herzstillstand). Wir „hörten“ das die Reanimation erfolgreich war. Nun wünschen wir ihnen viel Kraft wieder auf die Beine zu kommen!

Das gesamte Rotz Racing Team

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