Erftpokal von Quadrath: Man ist keine Maschine

Nach den Wochen der Hitze war ich froh bei milderen Temperaturen am Start zu stehen. Als erstes Rennen des Tages in Quadrath ging es für die „Lizenzlosen“ über 25 Runden zu je 1,4Km = 35Km Gesamtlänge.

Auf der Zielgeraden herrschte Gegenwind und führte leicht ansteigend bis zu 3% um die Kurve zur Kirche, gefolgt von einer Abfahrt um  das Spiel von vorn zu beginnen. Bei solch tradionellem Rennen hätte ich mehr Starter erwartet als sich dann einfanden.

SCHADE FÜR DEN VERANSTALTER!, der sich sehr viel mühe gab.

Knapp 20 Menschen fanden sich ein. Diese waren natürlich keine Nobodys. Distl, der Sieger von Dormagen, Adamczewski der zuvor auch schon zur Spitzengruppe gehörte und auch Andy Geidel waren vor Ort (machte in Oberbruch, Heinsberg einen guten Eindruck), neben 2 Fahrern des Teams Rheinhessen.

Startschuss und ab geht die Luzie. Rein in den Intervallmodus der mit jeder Runde eher zum Beastmodus wurde. die letzten 2 Wochen waren für mich nicht besonders gut gelaufen. Auf Arbeit machte mir die Hitze zu schaffen, das Wochenende hatte nix von Wochenende und in der Tapering Woche war eher schwächelnd der Akku leer.

Eigentlich hatten Andy und ich die 3 Quadrath Fahrer auf dem Schirm um in eine Gruppe zu springen, aber von denen war schnell nix zu sehen. Distl legte ein Mördertempo im Wind vor. Der Tacho Stand gefühlt aufwärts bei 400+ Watt. Runde um Runde im roten Bereich pflügten wir zur Kirche hoch mit kleinen Antritten die jenseits der 700 Watt lagen. Der Herzschlagen stieg und stieg bei mir bis über 180 Schläge/min. Rundentempo in der Spitze 42km/h ARRRGHHH.

Meine Augen schon vom Laktat gezeichnet hatten dann einen fatalen Dreher im System. Ich sah 2 Fahrer vor der Gruppe auf der Zielgeraden. Distl hatte das Tempo gedrosselt. Die Situation wurde von mir falsch eingeschätzt und ich sprang mit submaximaler Power zu den 2 Fahrern hin um eventuell eine Lücke zu reißen.

Ein dicker Lapsus! Es waren keine Fahrer, sondern die eingeholten 2 Fahrerinnen! OHA.

Dann im tiefroten Bereich kam noch die Welle zur Kirche hoch und ich wackelte in allen Bereichen gerade. Der Versuch das System wieder zu beruhigen schlug Fehl, da das Tempo erneut angezogen wurde und mein Motor schliesslich platzte.

Ursprünglich 10 Fahrer in Front, blieben es noch 8. . Mit Peter Köhler vom Team Rheinhessen verlor ich den Anschluss. Wir harmonierten nicht wirklich gut und die Lücke wurde extrem schnell groß. Uneins beschloss ich im Anstieg zu forcieren und mich allein auf 10 übrig gebliebene Runden zu begeben. An der Schwelle fuhr ich bis 3 Runden vor Schluß mein Rennen bis von Hinten das Hauptfeld angerauscht kam. In deren Windschatten Köhler dabei war. Ich sprang hinten dran und hielt mich raus. Das Tempo war deutlich geringer als ich noch im Geschehen mitmischte.

Ärgerlich dieses Missgeschick, dachte ich mir.

Die Auswertung nach dem Rennen sollte nicht Lügen. Ich blieb deutlich unter meinen Möglichkeiten, so dass zurecht das Resultat mit Platz 10. zu Buche stand.

Im Sprint der verbliebenen 8. Fahrer siegte vom Team Rheinhessen Marco Kaufmann vor Fabian Bleihöfer und Andy Geidel. Die Holzmedaille blieb für Adamczewski, Norbert Sternkopf belegte den 8. Platz. Benedikt Dist der sehr viel vorne ackerte wurde 7. Gesamt.

 

Fazit: Man muss ehrlich zu sich sein. Die gesamte Saison ist vom eigenen Leistungsniveau spitze! Jetzt lief es einmal nicht und dies ist auch belegbar wieso es so gekommen ist. Von daher keine Depression und in Ruhe für den Münsterland Giro sich vorbereiten. Einen besonderen Glückwunsch an Andy, der 3. geworden ist. Seine Kurve zeigt weiterhin stetig aufwärts.

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